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  1. Im Gespräch mit inspirierenden Frauen der Erneuerbaren Energien.

Role Models. Karriere. Inspiration.

Role Model Juni 2025

  • Autorenbild: women of new energies
    women of new energies
  • 2. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Juli


Dr. Simone Peter   

Frontfrau für die Erneuerbaren 



Kurzprofil: Seit ihrer Jugend ist Simone Peter von den Erneuerbaren begeistert. Ihr Vater betrieb bereits in den 1980er Jahren ein e-Auto mit dem Sonnenstrom vom eigenen Hausdach. Seit rund 30 Jahren engagiert sich Simone fast durchgehend haupt- und ehrenamtlich für die Energiewende.


Angefangen im Vorstand der „Energiewende Saarland e.V.“, noch während der Promotion zur Mikrobiologin, über die berufliche Tätigkeit bei EUROSOLAR in Bonn bei Solarpapst Hermann Scheer vor 25 Jahren und als erste Geschäftsführerin der „Agentur für Erneuerbare Energien“ vor 20 Jahren in Berlin bis hin zur saarländischen Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr, dann Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und schließlich Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) seit 2018 – eine Biografie mit den und für die Erneuerbaren.


Im BEE hat sie die Zusammenarbeit von Erneuerbaren Fachverbänden, den Landesverbänden für Erneuerbare und dem Dachverband vorangebracht, u.a. durch den Umzug ins Gemeinsame Haus auf dem innovativen EUREF-Campus, engagiert sich im europäischen Verband „European Renewable Energies Federation“ (EREF) und ist bis heute auch Vorsitzende der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) – und: Schirmherrin der „women of new energies (w.one), was sie besonders stolz macht.


Denn Netzwerke sind unverzichtbar für Frauen, die Karrieremöglichkeiten suchen. 




INTERVIEW





w.one: Was treibt dich persönlich an? 


Persönlich treibt mich die Frage nach der Zukunft und Überlebensfähigkeit unseres Planeten um. Politisch sozialisiert in den 1980er Jahren mit Waldsterben, Ozonloch und nuklearer Bedrohung habe ich mich früh für Umweltschutz interessiert und deshalb auch Biologie studiert. Die Bücher von Hermann Scheer, Franz Alt und anderen Autoren, die die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien bereits früh beschrieben, haben mich fasziniert. Im Laufe der Zeit wurde deutlich, wie stark Klimatechnologien auch zum Standortfaktor werden und wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse in erheblicher Dimension auslösen. In Deutschland hat die Energiewende, v.a. durch das EEG, zu einer Demokratisierung der Energieversorgung geführt. Heute kann sich jede/r daran beteiligen. 


w.one: Warum sollten Frauen unbedingt Berufe wie deinen wählen? 


Frauen werden in allen Berufsfeldern gebraucht. Fehlt ihre Präsenz in einer Branche, fehlt auch ihr Know-How und ihre eigene Sicht auf die Dinge. Vielfältige Gesellschaften (und Branchen) haben mehr Erfolg als homogene. So ist es auch bei der Energiewende. Frauen in der Erneuerbaren Energiewirtschaft bringen ihre Kompetenzen auf eigene Weise ein. Darauf können und sollten wir nicht verzichten. Wichtig ist, dass Frauen noch stärker MINT-Fächer wählen, den gläsernen Karrieredeckel nicht fürchten und die gleichen Ansprüche stellen wie Männer. Mir hat es auf dem gesamten Berufsweg geholfen, als Naturwissenschaftlerin die technischen-wissenschaftlichen Fragen rund um Umwelt- und Klimaschutz sowie die Erneuerbaren Energien besser zu verstehen. 


w.one: Was macht dich besonders stolz? 


Besonders stolz machen mich meine Familiengeschichte der solaren Mobilität über jetzt vier Jahrzehnte, die lehrreiche Zeit mit Solar-Pionier Hermann Scheer und eine Verbands- und Parteikarriere im Einklang mit der Familie, die nur wenigen Frauen gegönnt ist. Bereits meine Mutter lebte mir vor, dass eine Politikerinnenkarriere (sie war ebenfalls Ministerin) durchaus mit dem Familienleben vereinbar ist, wenn die Partner, Arbeitgeber und das Umfeld mitmachen. Für sie war das in den 1960er/70er Jahren ungleich schwerer.


Ein „Role Model“ sucht man sich nicht aus, man wird es im Laufe der Jahre durch viele Erfahrungen, Weggabelungen und Chancen. Auch Tiefschläge müssen verwunden werden. Aber auch das hilft beim stärker werden. 



Mehr über Simone Peter: 

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