Role Model März 2025
- women of new energies

- 3. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Juli

Gabriele Schmidt
Windenergie mit Herz, Verstand und Vision
Kurzprofil: Mit 25 Jahren Erfahrung in der Windbranche gehört Gabriele Schmidt zu den anerkannten Expertinnen der Erneuerbaren Energien. Als Maschinenbauingenieurin hat sie früh ihre Leidenschaft für Windkraft entdeckt und seitdem nicht nur Windparks entwickelt, sondern auch entscheidende Impulse für die Branche gegeben – national und international.
Von Geschäftsführungsaufgaben über Projektmanagement in Argentinien bis hin zur politischen Arbeit: Gabriele ist nicht nur Expertin, sondern eine echte Gestalterin. Sie setzt sich mit voller Überzeugung für den Ausbau der Windenergie ein, kämpft für effizientere Genehmigungsverfahren und mehr Akzeptanz für Erneuerbare.
Als Landesvorsitzende des Bundesverbands Windenergie Rheinland-Pfalz/Saarland, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Erneuerbare Energien Rheinland-Pfalz/Saarland und aktives Mitglied im Frauennetzwerk w.one ist sie eine treibende Kraft der Energiewende – und ein echtes Role Model für Frauen in der Branche.
Wer Gabriele Schmidt kennt, weiß: Mit ihr geht es nicht nur voran, sondern richtig nach oben – mit Rückenwind für eine nachhaltige Zukunft!
INTERVIEW
W.ONE: Was war dein Weg zu deinem derzeitigen Job? Wie bist du dahin gekommen?
Schon während meines Maschinenbaustudiums war mir klar, dass ich in die Erneuerbaren möchte. Windtechnik hat mich von Anfang an fasziniert, und in Kassel hatte ich die Möglichkeit, mich intensiv damit zu beschäftigen.
Nach dem Studium habe ich verschiedene Stationen durchlaufen und dabei nicht nur in Deutschland, sondern auch international gearbeitet – unter anderem als Projektmanagerin in Argentinien und als Geschäftsführerin und als Geschäftsführerin für Windparks in Deutschland. Dort habe ich Windprojekte entwickelt und umgesetzt, was eine wertvolle Erfahrung war. Die erneuerbaren Energien sind für mich nicht nur ein Job, sondern eine echte Leidenschaft – und das seit mittlerweile 25 Jahren.
W.ONE: Warum sollten Frauen unbedingt Berufe wie den Deinen wählen?
Weil sie unglaublich vielseitig sind! Ich war selbst überrascht, wie breit das Maschinenbau-Studium aufgestellt ist – von großer Kraftwerkstechnik bis zur Feinmechanik ist alles dabei. Dieses breite Wissen öffnet Türen in viele Branchen und Unternehmen.
Dazu kommt, dass man sich je nach Interesse spezialisieren kann: Ob im Vertrieb mit viel Kundenkontakt, in der technischen Entwicklung, im Projektmanagement oder in Zukunftsthemen wie neuen Windtechnologien – es gibt für jede Persönlichkeit die passende Rolle.
W.ONE: Was können Unternehmen verändern, um Chancengleichheit und Fairness für Frauen zu erhöhen?
Ich sehe zwei wichtige Punkte:
Erstens sollten Unternehmen aufhören, in Kategorien wie „Mann“ und „Frau“ zu denken und stattdessen den Fokus auf Menschen und ihre individuellen Fähigkeiten legen. Maßnahmen wie anonymisierte Bewerbungen oder eine bewusste Gender-Sensibilität helfen, eingefahrene Denkmuster aufzubrechen.
Zweitens braucht es mehr Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort. Corona hat gezeigt, dass mobiles Arbeiten gut funktioniert – und das kommt nicht nur Frauen zugute, sondern allen Mitarbeitenden, die Familie und Beruf vereinbaren wollen. Unternehmen sollten diese Erkenntnisse in ihre Kultur einbinden und beibehalten.
W.ONE: Hast du einen besonderen Tipp, den Du mit anderen Frauen teilen möchtest?
Definitiv: Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken! Karrierewege entstehen nicht nur durch Können, sondern auch durch Kontakte. Frauen sollten sich gegenseitig fördern und Positionen mit qualifizierten Frauen besetzen, die sie kennen und schätzen.
Ein starkes Netzwerk ist kein „Bonus“, sondern ein echter Karriere-Booster. Wer sich vernetzt, kann sich austauschen, gemeinsam Lösungen finden und sich gegenseitig unterstützen. Also: Mutig auf Leute zugehen, Verbindungen knüpfen und Chancen nutzen!
„Netzwerken ist der Schlüssel! Traut euch, auf andere zuzugehen, Kontakte zu knüpfen und euch aktiv einzubringen – das bringt euch und die Branche voran!“



